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Montag, 17. Dezember 2018

Gemeinsame Übung von Jugendfeuerwehr und ABC-Zug

In den Ferien fand eine gemeinsame Übung der Jugendgruppen und dem ABC-Zug statt.

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Gemeinsam sind wir stark …

Unter diesem Motto fand in den Ferien eine gemeinsame Übung der Jugendfeuerwehr-Gruppen Helpup und Oerlinghausen, sowie dem ABC-Zug Nord/West des Kreises Lippe –dem Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Leopoldshöhe und Oerlinghausen angehören– statt.

Die Jugendfeuerwehr wurden zunächst mit dem Stichwort „Flächenbrand“ am Holz-Heizkraftwerk, An der Bleiche , in Oerlinghausen alarmiert. Beim Eintreffen erkannten sie, dass vor der fiktiv brennenden Fläche ein Chemikalienfass lag, aus dem orangefarbener Rauch ausströmte. Dies war ein eindeutiges Zeichen, dass es sich nicht um einen einfachen Flächenbrand, sondern um einen Einsatz mit Gefahrgut handelt.

Sofort erkannten die Jugendlichen die Lage und trafen die entsprechenden Maßnahmen. Sie sperrten den Gefahrenbereich großräumig ab und ergriffen zum Eindämmen des fiktiven Flächenbrandes Maßnahmen zur Brandbekämpfung. Weiterhin forderten Sie zur Unterstützung den ABC-Zug an. Der ABC-Zug wird bei Schadenslagen mit Gefahrstoffen eingesetzt.

Die Jugendlichen unterstützten die Einsatzkräfte tatkräftig bei den vielfältigen Aufgaben, die ein Einsatz mit Gefahrstoffen mit sich bringt: zunächst musste der unbekannte Stoff identifiziert werden. Hierzu wurde unter spezieller Schutzkleidung eine pH-Wert-Messung durchgeführt. Glücklicherweise befand sich in diesem Fall ein Sicherheitsdatenblatt in der Nähe des Fasses, so dass der Stoff schnell identifiziert werden und weitere Maßnahmen geplant werden konnten.

Die Jugendlichen führten Gefahrstoffmessungen in der Nähe der Einsatzstelle durch um auszuschließen, dass die Anwohner durch eben diese gefährdet wurden. Das Fass wurde in ein sogenanntes Bergefass gehoben und verschlossen. Die unmittelbare Gefahr eines Gefahrstoffaustritts war somit gebannt.

Bevor der Angriffstrupp den Gefahrenbereich verlassen und die Schutzkleidung ablegen konnte, musste sichergestellt werden, dass die Einsatzkräfte nicht durch eine eventuelle Kontamination gefährdet werden konnten. Hierzu mussten sie am Dekontaminationsplatz sorgfältig gereinigt werden.

Bei der abschließenden Besprechung waren sich alle einig, dass diese für die Jugendfeuerwehr nicht alltägliche Übung allen Einsatzkräften Spaß bereitet hat und erfolgreich verlaufen ist.

04.09.2018 20:12 Alter: 104 Tage