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Dienstag, 22. Januar 2019

Was passiert bei einem Notruf?

 

An dieser Stelle möchten wir Ihnen zeigen, was bei einem Notruf genau passiert.

Wenn Sie im Kreisgebiet Lippe den Notruf unter der Telefonnummer 112 wählen, dann gelangen Sie automatisch zur sog. Feuerschutz- und Rettungsleitstelle des Kreises Lippe. Die Leitstelle ist in Lemgo beheimatet und leitet alle Einsätze aus den Bereichen des Rettungsdienstes und der Feuerwehren im Kreis Lippe. Der Einzugsbereich umfasst 16. Städte und Gemeinden mit rund 356.000 Einwohnern.

Wenn Sie im Kreisgebiet Lippe den Notruf unter der Telefonnummer 110 wählen, gelangen Sie automatisch in die Leitstelle der Polizei. Die Leitstelle der Polizei arbeitet ähnlich wie die Leitstelle der Feuerwehr. Beide Leitstellen arbeiten selbstverständlich eng zusammen. Wählen Sie also bei einem Verkehrsunfall die 112, wird der Einsatz gleichzeitig zur Polizei weitergeleitet. Dies gilt auch umgekehrt! Die Polizei wird natürlich nur dann auch alarmiert, wenn die Situation es erforderlich macht. Die Leitstellen sind 24 Stunden am Tag besetzt.

Für die Feuerschutz- und Rettungsleitstelle des Kreises Lippe gilt wie auch bei anderen Leitstellen: Nachdem der Notruf gewählt worden ist, werden Sie automatisch mit einem Leitstellen-Disponenten verbunden. Der Disponent wird sie folgendes fragen:

 

WER
Nennen Sie Ihren Namen, Adresse und Telefonnummer für eventuelle Rückfragen.

WO
Ort, Straße, Hausnummer, Stockwerk usw. genaue Bezeichnung des Unfallorts/Brandorts.

WAS
Kurze Beschreibung der Notfallsituation (Feuer, Verkehrsunfall, Verletzte usw.). Die Leitstelle muss erkennen, welche Maßnahmen eingeleitet werden müssen.

WIE VIELE
Wie viele verletzte Personen?
Durch diese Angabe kann die Leitstelle ausreichend Rettungsmittel zur Einsatzstelle schicken.

WELCHE
Welche Verletzungen oder Krankheitszeichen haben die Betroffenen?

WARTEN
Legen Sie erst auf, wenn das Gespräch von der Leitstelle beendet wurde!
Die Leitstelle hat eventuell Rückfragen.

Hinweis:
Machen Sie sich an der Straße bemerkbar und weißen Sie die Einsatzfahrzeuge ein, wenn es Ihnen möglich ist!

Noch während des Gesprächs leitet der Leitstellen-Disponent die erforderlichen Maßnahmen ein. Die Angehörigen des Rettungsdienstes und der Feuerwehren werden bereits wenige Sekunden später über die sog. Funkmeldeempfänger alarmiert.

Der Funkmeldeempfänger wird von den Angehörigen des Rettungsdienstes und der Feuerwehren ständig mitgeführt. Siehe dazu: Die Digitale Alarmierung.

Auf dem Display des Funkmeldeempfängers werden alle relevanten Einsatzdaten angezeigt. Sofort wissen die alarmierten Kräfte worum es geht.

Arbeitsplatz eines Disponenten der Leitstelle Lippe
Arbeitsplatz eines Disponenten der Leitstelle Lippe / entnommen: Feuerschutz- und Rettungsleitstelle Kreis Lippe

 

 

Die Angehörigen des Rettungsdienstes, welche ihrer Tätigkeit beruflich nachgehen, eilen zu den Einsatzfahrzeugen und werden automatisch mit dem Navigationssystem exakt zur Einsatzstelle geführt.

Die Angehörigen der Feuerwehren, welche ihrer Tätigkeit meist in der Freizeit nachgehen (außer bei Berufsfeuerwehren), eilen nach der Alarmierung zum Gerätehaus, kleiden sich dort um, besetzen die erforderlichen Fahrzeuge und fahren zur Einsatzstelle. Dabei sind die Feuerwehrangehörigen 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche und 365 Tage im Jahr bereit, ihre Freizeit zu opfern.

Die Leitstelle organisiert während eines Einsatzes die Einsatzkräfte an der Einsatzstelle. 

 

Insgesamt sieben Arbeitsplätze für Leitstellen-Disponenten stehen in Lippe zur Verfügung
Insgesamt sieben Arbeitsplätze für Leitstellen-Disponenten stehen in Lippe zur Verfügung / entnommen: Feuerschutz- und Rettungsleitstelle Kreis Lippe

 

 

Weiteres über die Leitstelle und den aktuellen Einsatzzahlen erfahren sie hier:

Leitstelle Lippe