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Freitag, 24. Mai 2019

CO macht K.O. – „Schütze dich vor Kohlenmonoxid!“

Unsichtbar, ohne Geruch oder Geschmack: Kohlenmonoxid kann jeden treffen.

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Regelmäßig berichten Medien von Unglücken und Todesfällen die auf Kohlenmonoxid zurückzuführen sind – vermeidbare Tragödien.

Die Freiwillige Feuerwehr Oerlinghausen und der Rettungsdienst sind auf CO-Einsätze vorbereitet: Vorgehende Einsatzkräfte tragen CO-Warner mit sich.

Kohlenmonoxid (CO) ist ein Atemgift, das man nicht sehen, riechen, oder schmecken kann. Zuhause kann es nahezu jeden treffen, zumal das Gas mühelos durch Wände oder Fußböden dringt. Ursache können technische Defekte oder verstopfte Abluftrohre bzw. Schornsteine von Gasthermen, Ölheizungen oder Kaminöfen sein.

Kohlenmonoxid kann jeden treffen
Kohlenmonoxid entsteht bei der unvollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Festbrennstoffen wie Holz, Kohle, Erdöl, Erd- und Flüssiggas, Ethanol, Diesel und Benzin. Ursachen können sowohl technische Defekte, mangelnde Wartung oder Manipulation an der Verbrennungseinrichtung sein. Auch durch verstopfte Abluftrohre von Gasthermen, Ölheizungen oder Kaminöfen gelangt Kohlenmonoxid in die Raumluft.

Die schleichende Vergiftung
Kohlenmonoxid (CO) verdrängt den Sauerstoff im Blut. Die Versorgung von lebenswichtigen Organen wie dem besonders auf Sauerstoff angewiesenen Gehirn wird blockiert. Je nach CO-Konzentration entsteht ein schleichender oder auch akuter Sauerstoffmangel an Herz, Gehirn und anderen Organen.

Richtig reagieren im Notfall
Wenn ein CO-Melder Alarm auslöst – oder bei Verdacht auf eine akute Kohlenmonoxid-Vergiftung:

  • Verlassen Sie umgehend das Gebäude mit allen in der Wohnung anwesenden Personen!
  • Öffnen Sie Türen und Fenster, sofern möglich.
  • Nehmen Sie ihr Mobiltelefon mit!
  • Rufen Sie per Notruf 112 Rettungsdienst/Feuerwehr!
  • Warten Sie draußen auf die Einsatzkräfte.
  • Informieren Sie nach Möglichkeit weitere Bewohner/Nachbarn.
  • Gehen Sie nicht zurück in das Haus!

Schutz vor Kohlenmonoxid
Grills und Heizpilze gehören nicht in das Haus!
Betreiben Sie niemals einen Grill oder Heizstrahler im Haus oder in der Garage. Es besteht akute Lebensgefahr durch unvollständig verbrannte Holzkohle oder Gas.

Gasttherme im Badezimmer: Lüftung sicherstellen!
Sorgen Sie im Badezimmer für ausreichende Belüftung, wenn Sie eine Gastherme bzw. einen gasbetriebenen Durchlauferhitzer dort installiert haben. Kleben Sie vorhandene Luftschlitze z. B. in der Tür nicht zu. Reinigen Sie vorhandene Lüftungssysteme regelmäßig, damit ein Sauerstoffaustausch sichergestellt ist.

Warten Sie nicht mit der Wartung!
Die regelmäßige Wartung der Heizungsanlage oder Gastherme sorgt für einen zuverlässigen Betrieb der Anlage und die Sicherheit der Bewohner. Arbeitet die Technik raumluftabhängig, wird die regelmäßige Kontrolle sogar durch die Kehr- und Überprüfungsordnung gefordert.

Kohlenmonoxid-Melder schützen Ihre Gesundheit
Vor einer CO-Vergiftung gibt es nur einen wirksamen Schutz: Kohlenmonoxid-Warnmelder. Denn selbst wenn alle Vorsichtsmaßnahmen in Bezug auf fachgerechten Betrieb und regemäßige Wartung von Verbrennungseinrichtungen getroffen wurden: eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Außerdem kann die Gefahrenquelle auch außerhalb der eigenen Wohnung liegen, denn CO durchdringt ungehindert Wände und Decken. Bitte beachten Sie bei der Installation die Bedienungsanleitung des CO-Melders. Geprüfte und zertifizierte Geräte erkennen Sie übrigens am BSI- oder LBCP-Prüfzeichen auf Gerät und Verpackung. In Oerlinghausen stehen Ihnen örtliche Heizungstechnik-Betriebe, sowie lokale Fachgeschäfte und Schornsteinfeger beratend zur Seite.
Wichtig: Kohlenmonoxid-Melder sind kein Ersatz für Rauchmelder!

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website co-macht-ko.de sowie bei Facebook. »CO macht K.O.« ist eine Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen, der unter anderem der Deutsche Feuerwehrverband angehört.

20.02.2019 11:12 Alter: 93 Tage